21. August 2008
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Fisch des Jahres 1999: Der Nordseeschnäpel (Coregonus oxyrhynchus)

 

Pressemitteilung des Verbandes Deutscher Sportfischer e.V.:

Der Verband Deutscher Sportfischer e. V. hat den Nordseeschnäpel zum Fisch des Jahres 1999 gewählt.
Er will damit auf die Gefährdungssituation dieser Wanderfischart hinweisen.

Der Nordseeschnäpel gehört zu den Coregonen (lat. Coregonus oxyrhynchus), wie Maränen, Felchen und Renken.
Er kann über 50 cm lang und mehr als 2 kg schwer werden. Er ist an seiner nasenförmig verlängerten Schnauze und seiner Fettflosse leicht erkennbar.
Der Schnäpel steigt im Herbst zum Laichen, ähnlich wie der Lachs, aus dem Meer in die Flüsse auf und wandert als Jungfisch in die Küstengewässer der Nord- und Ostsee.
Vor 100 Jahren wurden jährlich noch über 30.000 kg in den Unterläufen von Rhein, Elbe, Weser, Ems und Eider gefangen.

In den 50er Jahren sind die früher reichen Bestände rapide zurückgegangen. In den 70er und 80er und bis in unser Jahrzehnt galt der Schnäpel als ausgestorben.
Auch in der Ostsee gab es starke Schnäpelbestände. Der Ostseeschnäpel unterscheidet sich äußerlich nicht vom Nordseeschnäpel, gilt aber als eigene Unterart. Zur Zeit wird versucht, über eine DNA-Analyse die beiden Arten zu definieren.
Mit zunehmender Verschmutzung der Flußmündungsgebiete, durch Schiffbarmachung der Flüsse, Vernichtung von Laichplätzen und Überfischung war der Nordseeschnäpel schließlich ganz verschwunden.

Ende der 80er Jahre wurden im Rahmen des schleswig - holsteinischen Fischartenhilfsprogramms die vom Aussterben bedrohten Nordseschnäpel mit ursprünglich dänischem Eimaterial erfolgreich gezüchtet und vorgestreckt.
Inzwischen sind in einigen Flussläufen Wiedereinbürgerungsmaßnahmen mit Nordseeschnäpeln durchgeführt worden. Zugleich wurde er unter vollständigen Schutz gestellt. 

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und zur Fischart

Der Nordseeschnäpel, verwandt u.a. mit den bei uns bekannteren Felchen und Renken aus dem Bodensee, kann über 50 cm lang und mehr als 2 kg schwer werden. Der Schnäpel steigt im Herbst zum Laichen, ähnlich wie der Lachs, aus dem Meer in die Flüsse auf und wandert als Jungfisch in die Küstengewässer der Nord- und Ostsee. Vor 100 Jahren wurden jährlich noch über 30.000 kg in den Unterläufen von Rhein, Elbe, Weser, Ems und Eider gefangen. In den 70er und 80er und bis in unser Jahrzehnt galt der Schnäpel als ausgestorben. Die Ursache waren  Verschmutzung der Flußmündungsgebiete, Schiffbarmachung der Flüsse, Vernichtung von Laichplätzen und Überfischung durch kommerzielle Fischereibetriebe.

 

Wenn auch unklar ist , ob der Nordseeschnäpel als Wanderfisch bis nach Baden Württemberg kam, so steht diese Art doch auch stellvertretend für Lachs, Meerforelle, Maifisch und Finte. Diese Fischarten waren in der Vergangenheit alle Laichgäste im baden-württembergischen Rhein und seinen Zuflüssen. Heutzutage ist ihnen allerdings ihr Wanderweg zu den angestammten Laichplätzen zum größten Teil „noch“ durch unüberwindbare Hindernisse (Wehre und Kraftwerke) verbaut.

 

Eindeutig belegt ist im Rhein der ehemalige Aufstieg von Nordseeschnäpeln bis in den Raum Köln. Insgesamt ist der ehemalige Aufstieg bis nach Baden-Württemberg zumindest nicht auszuschließen.

  

  

 

 

 


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