06. Juli 2008
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Vom Wildfluss zur Wasserstraße - Fischfauna und Fischerei im Unteren Neckar

Der Neckar, ehemals ein Wildfluss, verläuft heute vergleichsweise gemächlich gen Rhein. Die Entwicklung dieses Flusses ist eng mit der Geschichte der Region verbunden und immer haben es die Menschen verstanden, ihn zu nutzen. Eine der ursprünglichen Nutzungsformen am Fluss ist die Fischerei, welche heute in Konkurrenz zu zahlreichen anderen Nutzungen steht.

Im April 08 wurde der Abschlussbericht über eine mehrjährige Untersuchung zum Unteren Neckar von Dr. Rudolf Kühner, Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Karlsruhe, in Edingen (Rhein-Neckar-Kreis) zusammen mit Fischereiverbandspräsident Wolfgang Reuther der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Download Bericht 1,8 MB

 

 

 

 

Fischbestandsuntersuchungen am Neckar mittels Netzfischerei

Die Studie wurde durchgeführt von der Fischereibehörde des Regierungspräsidiums Karlsruhe in Kooperation mit örtlichen Fischereivereinen und Fischereiverband. Es wird die gewässer- und fischereiökologische Situation im Unteren Neckar dargestellt und soll insbesondere die in der politischen Verantwortung Stehenden, aber auch Behördenvertreter und die Fischereivereine informieren, Fakten und Maßnahmenvorschläge aufzeigen.

Vorrangiges Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den aktuellen Zustand der Fischfauna am Unteren Neckar zwischen Mannheim und Heidelberg zu Beginn des 21. Jahrhunderts darzustellen und zu bewerten. Auf der Grundlage der Fischbestandsanalyse können Defizite aufgezeigt und darauf aufbauend mögliche Maßnahmen zur fischökologischen Entwicklung des Unteren Neckars erarbeitet werden.

 

 

 

 


Neckarufer im Jahr 1920

 

 

 

 

 

Neckar heute

Auch vor dem Hintergrund des anstehenden Ausbaues der Neckarschleusen: Eine Verlängerung der Schleusen im Neckar muss ökologische Mindestanforderungen erfüllen. Notwendig sind Fischaufstiegshilfen an allen Querbauwerken, Abstiegshilfen entsprechend dem aktuellen Stand der Technik, Sicherstellung ausreichender Mindestwasserabgaben in die Altneckarabschnitte, Einrichtung ökologischer Sonderfonds und der Verzicht auf einen weiteren Neckarausbau.

Die Studie ist ein Musterbeispiel für eine gelungene Projektrealisierung zur Weiterentwicklung der örtlichen Fischerei!


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