18. November 2008
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Aquarien im Landesfischereimuseum

In der Aquarienanlage werden charakteristische Vertreter der Fischfauna Baden-Württembergs ausgestellt, gegliedert nach den jeweiligen fischereibiologischen Fließgewässerzonen Forellen-, Äschen-, Barben- und Brachsenregion.

Schleie
Die Schleie besiedelt stehende Gewässer mit dichten Pflanzenbeständen und schlammigem Grund sowie die Unterläufe von Flüssen mit langsamer Strömung und reicher Unterwasservegetation

Flußbarsch
Der anpassungsfähige Flussbarsch bewohnt Still- und Fließgewässer. Die unteren Flussregionen mit mäßiger Strömung werden bevorzugt. In Seen werden sowohl die Tiefenzonen als auch die Uferbereiche, wo sich die Schwärme junger Barsche aufhalten, besiedelt.

Karpfen
Ursprünglich aus Vorderasien stammend wurden der Karpfen bereits im Mittelalter in Europa verbreitet und erlangte als Speisefisch große Bedeutung. Karpfen bevorzugen langsam fließende und stehende Gewässer mit dichtem Pflanzenbestand und schlammigem Grund.

Hecht
Der Hecht bewohnt pflanzenreiche Fließ- und Stillgewässer, z. B. Flachseen und die Uferregionen tieferer Seen. Größere Exemplare kommen auch in der Freiwasserzone vor. Der standorttreue Hecht beansprucht und verteidigt ein Revier.

Rotauge
Das Rotauge ist in fast allen Gewässertypen verbreitet. Die Art stellt keine besonderen Ansprüche an Lebensraum und Gewässerqualität.

Wels
Der Wels ist in großen Seen und Flüssen beheimatet und hält sich vorrangig in tieferen Gewässerabschnitten mit schlammigem Grund auf.

Bachforelle
Die Bachforelle lebt in Oberläufen der Fließgewässer und beansprucht kühles, sauerstoffreiches Wasser. Sie ist Leitfisch der nach ihr benannten Forellenregion. Die standorttreue Art verteidigt Reviere gegenüber Artgenossen. Die Bestandsdichte hängt daher von dem Angebot an Unterständen und Nahrung ab.

Edelkrebs
Klares, sauerstoffreiches Wasser und strukturreiche Ufer kennzeichnen den Lebensraum des Europäischen Flußkrebses in Bächen und Seen. Die nachtaktive Art benötigt tagsüber Baumwurzeln oder größere Steine als Versteck. In Lehmgrund gräbt sich der Krebs zu diesem Zweck Wohnhöhlen. Edelkrebsbestände sind durch den Krebspesterreger gefährdet.



Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg e.V. Goethestr. 9 70174 Stuttgart 0711/99798980 info@vfg-bw.org