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Pressemitteilung des Umweltministeriums vom 24.5.07: Tanja Gönner: Ökosystem des Neckars leidet unter starker wasserwirtschaftlicher Nutzung
23.05.2007 Umweltministerin Tanja Gönner sicherte heute (23. Mai 2007) in Stuttgart in einem Gespräch mit den Naturschutzverbänden des Landes ihre Unterstützung zu, beim geplanten Ausbau der Neckarschleusen auf eine gleichzeitige Verbesserung der Gewässerökologie zu drängen. "Das Ökosystem des Neckars leidet unter der starken wasserwirtschaftlichen Nutzung des Flusses. Industrie, Kraftwerke und die Schifffahrt beeinträchtigen die ökologischen Bedingungen im Gewässer und an den Uferbereichen." Zwar habe sich in den vergangenen 20 Jahren durch die verbesserte Wasserqualität des Neckars die biologische Artenvielfalt erhöht. "Die Fortschritte vor allem bei der Abwasserreinigung und verschärfte umweltgesetzliche Auflagen zeigen Wirkung." Mehr als 40 verschiedene Fischarten würden zwischenzeitlich wieder beobachtet. Vor allem die für viele Fische und ihre Vermehrung entscheidende Durchgängigkeit an dem Fließgewässer sei jedoch über weite Strecken behindert, so Gönner. "Der Neckar ist über weite Strecken verbaut." Der geplante Ausbau der Neckarschleusen biete die Chance wasserbauliche Missstände vergangener Jahrzehnte zu korrigieren, so Gönner. "Der Bund muss sich bewegen und kann sich nicht auf den Ausbau der Schleusen als Wasserstraßen zurückziehen." Der Neckar könne mit dem Schleusenausbau als Natur- und Lebensraum weiter aufgewertet werden. Renaturierung und die Berücksichtigung ökologischer Belange seien müssten deshalb wie bei anderen wasserbaulichen Maßnahmen angemessen eingeplant werden. "Es geht darum die möglichen Synergien zu nutzen. Wir müssen zu pragmatischen Lösungen kommen, bei denen wirtschaftliche Nutzung und Ökologie in Einklang gebracht werden." Der Ausbau der Neckarschleusen könne außerdem dazu beitragen, die Umwelt- und Verkehrsbelastung durch Fracht- und Lieferverkehr auf den Straßen des Landes zu verringern, zeigte sich Gönner überzeugt. "In der Ökobilanz schneidet der Schiffstransport deutlich besser ab, als andere alternative Transportmittel. Die Regionen entlang des Neckars sind pulsierende Wirtschaftsregionen. Da ist eine gute Anbindung der Wasserstraße von großer Bedeutung."
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Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg e.V. |
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