Fisch des Jahres 2007

Die Schleie (Tinca tinca)

In Deutschland wurde durch den Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) die Schleie zum Fisch des Jahres 2007 gewählt.

Der Fischereiverband will damit einen wichtigen und schönen Fisch der Öffentlichkeit vorstellen und zudem das Bewusstsein für die Gefährdung des Biotops „Wasser“ und aller darin existierenden Lebensformen schärfen.

Die Schleie ist fast überall in Europa verbreitet. Sie besiedelt u. a. Gewässer in ganz Deutschland. In den meisten Bundesländern wird sie zwar als nicht gefährdet, in einigen aber als potentiell gefährdet eingestuft.

Dass die Schleie vielerorts noch häufig vorkommt, ist vor allen Dingen den Besatzmaßnahmen durch Angler zu verdanken. Dennoch ist der typische Lebensraum von Schleien gefährdet. Lokal gilt sie bereits als gefährdete Art und wird auf der Vorwarnliste geführt.

Der Ausbau der Fließgewässer unter technischen Gesichtspunkten und die damit verbundene geringe pflanzliche Vegetation sind wesentliche Gründe, die einer positiven Entwicklung der Schleie entgegenstehen. Der Verbau von flachen krautreichen Uferzonen wirkt sich nachteilig auf Schleienbestände aus. Vor allem in stehenden Gewässern ist die Eutrophierung durch Düngereintrag aus der Landwirtschaft ein wesentlicher Gefährdungsfaktor.

Um die Schleienbestände in unseren heimischen Gewässern langfristig zu sichern, können die Bemühungen der Angler aber nur zum Erfolg führen, wenn sie von grundlegenden Verbesserungen begleitet werden. Das bedeutet, wir brauchen naturnahe, durchgängige und strukturreiche Fließgewässer sowie eine gute Wasserqualität.

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