Kormorane - das Problem in Kurzform
Fische und andere Wassertiere
brauchen saubere, naturnahe und behütete Gewässer. Und davon gibt es heute zu wenige. Menschliche Eingriffe in die Natur und Wasserverschmutzung rauben den Fischen ihre Lebensräume. Deshalb steht mehr als die Hälfte unserer heimischen Fischarten auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Gefahr für Fische ..... Unser Ziel heißt: Gleichberechtigung im Artenschutz. Artenschutz beginnt Eine neue Kormoranverordnung Der jährliche Zuwachs an Fischen beträgt in unseren Gewässern bis zu einem Drittel der Bestandsmasse. Kormorane fressen aber teilweise weit mehr als die Hälfte des Gesamtbestandes heraus: Der Bestand in besonders betroffenen Gebieten sinkt drastisch und ist allenfalls langfristig wiederherzustellen. Das ist nicht nur ein ökonomisches Problem. Vielmehr darf vor allem der ökologische Schaden, den die Kormorane anrichten, nicht unterschätzt werden. Die Fischer leisten einen unverzichtbaren, meist ehrenamtlich erbrachten Beitrag zum Natur- und Umweltschutz. Wo die Kosten jedoch angesichts massiver Bestandseinbußen unverhältnismäßig hoch werden, sind die Angelvereine letztlich gezwungen, die Pacht und damit die Pflege ihrer Gewässer aufzugeben. Für Berufsfischer können die Schäden durch zurückgehende Erträge und zerstörte Netze gar existenzbedrohend sein. In der Praxis trägt diese Regelung einem gleichberechtigten Artenschutz für Vögel und Fische jedoch noch nicht ausreichend Rechnung. Wir brauchen deshalb eine modifizierte Kormoran-Verordnung, um zukünftig Gefahren für die heimischen Fischbestände gezielter und sicherer abwehren zu können.
Die im Landesfischereiverband Baden-Württemberg organisierten Fischer arbeiten seit Jahrzehnten daran, die Wasserqualität wieder zu verbessern und naturnahe Gewässer mit ihrem natürlichen Artenreichtum zu erhalten.
In den letzten Jahren ist mit dem Kormoran eine neue Gefahr für den Bestand vieler Fische herangewachsen. Die durch strenge Schutzmaßnahmen und die verbesserte Wassergüte enorm gestiegene Zahl an Kormoranen bedroht nun an vielen Stellen unsere Erfolge beim Schutz der heimischen Fische.
Leider wurde lange Zeit nur von wenigen an Fische gedacht, wenn es um den Schutz gefährdeter Tiere ging. Heute müssen wir umdenken und vernünftige, ausgewogene Maßnahmen für einen ganzheitlichen Schutz der unersetzbaren Lebensgemeinschaften des Wassers ergreifen.
im Wasser!
An Baden-Württembergs Gewässern überwintern jedes Jahr über 5.000 Kormorane. Die oft in Trupps jagendenVögel können den Fischbestand eines Gewässers innerhalb weniger Tage erheblich dezimieren. 
Die ungehinderte Vermehrung und Ausbreitung der Kormorane steht im Konflikt mit aufwändigen Schutzprojekten für gefährdete Fische. Solange es eine europaweite Steuerung des Kormoranbestandes, wie sie auch das Europaparlament fordert, nicht gibt, besteht der einzige Schutz für unsere heimischen Fische darin, die Kormorane von sensiblen Gewässern zu vertreiben. Nach Untersuchungen der Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg hat sich nur der gezielte Abschuss von einzelnen Vögeln als wirksame Vergrämungsmaßnahme erwiesen. Sie ist in Baden-Württemberg unter eng begrenzten Bedingungen seit 1997 erlaubt.
Solange viele Fischbestände durch die Beeinträchtigung ihres angestammten Lebensraumes instabil und gefährdet sind, halten wir eine vernünftige Steuerung des Kormoranbestandes in Baden-Württemberg für unverzichtbar.
Wir fordern deshalb:
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Kormoran-Vergrämungen auch in Schutzgebieten, wenn artgeschützte Fische gefährdet sind und das Schutzziel nicht nachhaltig beeinträchtigt wird
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Konsequente Kormoran-Vergrämungen an Stauwehren und Fischpässen sowie in Fischschongebieten und Wiederansiedlungsbereichen
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Vereinheitlichung des Verwaltungsvorgangs durch Verlagerung der Entscheidungsebene zu den Fischereibehörden bei den Regierungspräsidien
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Europaweites Kormoran-Bestandsmanagement
Alles Leben kommt aus dem Wasser -
Artenschutz beginnt
im Wasser!








