Fischerei und Naturschutz
Angelfischer wollen in einer intakten Umwelt Fische fangen, daraus leitet sich der Naturschutzgedanke in der Fischerei ab. Entsprechend verwurzelt ist des Bemühen der Fischereivereine den Lebensraum Gewässer zu erhalten und zu verbessern.
In dieser Rubrik finden Sie Informationen zu Umwelt- und Naturschutzfragen, die aktuell auch Gegenstand der Fischereiverbandsarbeit sind.
„Fischerei ist angewandter Naturschutz“ – dieser Slogan ist für jeden Angelfischer selbstverständlich. In der Tat wird gerade im Bereich Lebensraumverbesserung für Fische viel getan, wovon wiederum die ganze Bandbreite an wildlebenden Tieren, von den Wirbellosen und Insekten bis zu den Vögeln, und natürlich auch Pflanzen, profitieren.
Die organisierte Fischerei in Baden-Württemberg ist anerkannter Naturschutzverband nach § 67 NatG.
Zu bedauern und kritisieren ist deshalb die mncherorts stattfindenden ideologisierten Diskussionen in der Öffentlichkeit. Insbesondere ein stattgefundener und andauender Fischartenschwund bzw. Bestandsrückgänge haben nicht in der Fischerei, sondern in der Siedlungsentwicklung und im Flächenverbrauch durch unsere Gesellschaft ihre kausalen Gründe.
Mehr als die Hälfte (64 %) der 51 heimischen Fischarten sind heute gefährdet und stehen auf der Roten Liste. Ursachen sind dabei nicht eine lokale fischereiliche Nutzung und nicht mehr die Gewässerqualität. Deren Hauptaspekte haben sich in den Fließgewässern in den letzten drei Jahrzehnten stark verbessert. Ursache ist vielmehr eine schlechte Gewässerstruktur: 78 % der Gewässer in Baden-Württemberg sind diesbezüglich beeinträchtigt bzw. naturfern.








